Vortrag: Prof. Dr. Karen van den Berg

Kleine Geschichte interventionistischer Kunstpraktiken

09.01.2018, 18:05 – 19:35 Uhr
Vorlesungsraum, Campus Große Straße, Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg

Seit einigen Jahren ist von einem „social turn“ in den Künsten die Rede. Begriffe wie Aktivismus, Socially Engaged Art und Usefull Art gelten längst nicht mehr als randständige Praktiken im Kunstfeld. Dabei fällt zudem auf, dass sich junge Künstler_innen nur noch selten auf den sich konkret an das künstlerische Selbstverständnis von Joseph Beuys anschließenden Begriff der Sozialen Plastik berufen. Im 21. Jahrhundert ist das Feld des kunstbezogenen Handelns denn auch viel diverser geworden. Und auch die Rolle, die Künstler darin spielen, hat sich verändert. So haben sich längst auch Projekte im Bereich der Stadt- und Quartiersentwicklung, des politischen Aktivismus und der sozial engagierten Kunst etabliert, in deren Zentrum gar nicht mehr einzelne Autoren stehen, sondern offene Netzwerke. Diese Entwicklungen möchte ich in meinem Vortrag nachzeichnen.

 

Prof. Dr. Karen van den Berg | studierte Kunstwissenschaft, Klassische Archäologie und Nordische Philologie in Saarbrücken und Basel, wo sie 1995 mit einer Dissertation über Matthias Grünewald promovierte. Sie ist seit 2003 Inhaberin des Lehrstuhls für Kunsttheorie und inszenatorische Praxis an der Zeppelin Universität Friedrichshafen und Akademische Sprecherin des „artsprogram“ der Zeppelin Universität. Zuvor war sie von 1993 bis 2003 Dozentin für Kunstwissenschaft am Studium fundamentale der Privaten Universität Witten/Herdecke. Seit 1988 arbeitet sie zudem immer wieder kuratorisch. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Essays. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: künstlerische Produktions- und Handlungsformen, Museumsforschung, Theorie des Inszenierens und Ausstellens, Bildungsarchitekturen, Sozial engagierte Kunst und künstlerischer Aktivismus


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