Vortrag: Dirk Menzer

Beatitude

30.01.2018, 18:05 – 19:35 Uhr
Vorlesungsraum, Campus Große Straße, Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg

Ich habe vor wenigen Jahren begonnen mein heterogenes Werk, das ich in verschiedenste Familien untergeordnet hatte, in meiner letzten Werkgruppe, den Nocturne, zu vereinen.
Meine Übungsfelder sind die Nichtigkeit, die Fadheit, das Archaische, das Kleine, das Groteske,  Mensch-Tier-Beziehungen, das Verschwinden, Rituale, der Event, Interkulturelles und das Paradies. Meine Werke strahlen eine einfache Vollkommenheit aus, die dem Leben allen Sinn entzieht. Es ist eine situative traumhafte Schwebe, die ich in einem Moment, wie ein Ereignis, versuche zu erzeugen. Meine Ausstellungen zeugen von ekstatischer Ausschweifungen der unproduktiven Verausgabung und sollen betrachtet werden wie ein stehendes Gewässer im Licht ohne Bewegtheit und Gerichtetheit, nicht beschienen oder bestrahlt, in der Flüchtigkeit eines Überganges: Es ist die Beatitude geronnener Langeweile bei der Strukturierung von Erfahrungen in Form von Bildern.

Im Kontext des Forschungsschwerpunkts Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention

Die Veranstaltungen der Ringvorlesung richten sich an Studierende aller Studiengänge und sind offen für Gäste.

Dirk Menzer | Geboren 1972 in Karlsruhe, ist ein deutscher postkonzeptueller Künstler. Sein Werk besteht aus Malerei, Zeichnung, Objekten, Performances, Installationen, Büchern sowie Assemblagen mit organischem Material wie Teilen von Tieren, Lebensmitteln oder Fäkalien. Er studierte bis 2004 bei Claus Böhmler an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, lebt in Hamburg und Deinste und stellt als Künstler und Kurator national und internationale aus: Weserburg, Bremen (2017), Manifesta 11, Zürich, Schweiz (2016), Eigen + Art Lab Berlin (2016), body and soul contemporan, Genf, Schweiz ( 2015), Halle für Kunst Lüneburg (2014), Kling & Bang gallerí, Reykjavík, Island (2014), Rauchsalon, Secessionen, Wien (2013)


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